Fünf Jahre Lutherstraßenfest

Das Lutherstraßenfest feiert seinen fünften Geburtstag. Ein Jahr verspätet, um genau zu sein, denn Corona machte letztes Jahr einen Strich durch die Rechnung. Im Gespräch mit den beiden Gründern und Organisatoren des Straßenfestes, Thomas Merten und Dirk Wald, zeichnet sich wohlmöglich eine neue Tradition für die Lutherstadt Wittenberg ab. Dabei hat das Fest doch mal so klein und bescheiden angefangen.

Das Lutherstraßenfest ist „Familie“

Luthers Hochzeit, das Reformationsfest und auch der Tag des offenen Denkmals: alle diese Veranstaltungen haben ein Standing in unserer Kulturszene. Auf die Frage, was das Lutherstraßenfest auszeichne, kommt die Antwort „Familie“. Darin sind sich beide einig. Es seien vor allem Vereine und „ganz viel Liebe“, die das Straßenfest ausmachen. Entstanden zusammen mit vielen Anwohnern, wollte man auch einfach die nach eigener Aussage „schönste Straße Wittenbergs“ feiern. Das erste Komitee bestand aus nur zehn Beteiligten.

Das Fest finanziert sich über viele verschiedene Sponsoren und Ehrenamtliche, die unterstützend zur Hand gehen. Auch die Künstlerinnen und Künstler bekommen kein Geld für ihre Auftritte, sondern beteiligen sich freiwillig. Eine konkrete finanzielle Hilfe der Stadt gibt es nicht, die ist aber auch gar nicht notwendig: „Wenn man etwas bewegen will, dann muss man das einfach allein tun und wenn die Stadt sich bereiterklärt, das zu unterstützen, dann freuen wir uns, aber wir erwarten das nicht.“, so Dirk Wald. Man kann schließlich nicht immer nur über die Institutionen meckern. Sehr wichtig ist aber auch die Unterstützung des Wittenberg Kultur e.V., der alle rechtlichen und bürokratischen Dinge für das Lutherstraßenfest abwickelt.

Eine neue Tradition?

Es ist nun das fünfte Lutherstraßenfest, nachdem es letztes Jahr pandemiebedingt ausfiel. Ein Rückschlag ist dies allerdings nicht, denn das Fest war so gut besucht wie nie zuvor. Gewissermaßen entwickelt sich es zu einer Tradition, denn es soll in den nächsten Jahren weitergehen. Auch die Stadt freut sich über das jährliche Spektakel auf der Straße, unterstützende Worte gab es ebenfalls vom Oberbürgermeister Torsten Zugehör. Motivation kommt für die beiden vor allem von vielen anderen, die sich über die Aktivität und den Austausch in der Straße freuen. Vorn mit dabei natürlich viele Vereine, aber auch Gastronomen, die das Fest als Möglichkeit nutzen, sich zu präsentieren.

Bleibt zu hoffen, dass auch nächstes Jahr beim Lutherstraßenfest wieder alles glatt geht. Die Menschen in der Stadt freuen sich bestimmt schon, aber die beiden Gründer sicher auch.

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